Gran Canaria hat eine kreisrunde Form, nur im Nordosten steht ein kleiner Zipfel über, die Halbinsel La Isleta. Sie bildet das Panorama der Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria.

Die 1.532 km2, große Insel mit ihrer kreisrunden Form und der höchsten Erhebung (dem 1949 m hohen Pico de las Nieves) im geografischen Zentrum lassen Gran Canaria wie einen riesigen erodierten Konus erscheinen, aus dem zahlreiche erloschene Krater hervorstehen und der von tiefen, vom Zentrum zum Meer verlaufenden Schluchten (Barrancos) durchzogen ist. Die von Nordwest nach Südost verlaufende Bergkette teilt die Insel in zwei große Klima- und Landschaftszonen, die die Einheimischen gewöhnlich als "Norden" und "Süden" bezeichnen.

Je dieser Zonen ist ihrerseits in eine Unzahl von Mikroklimazonen und Landschaften untergliedert, eine Tatsache, der die Insel ihren Reiz verdankt und ihr den Beinamen "Miniaturkontinent" eingebracht hat.

An einem einzigen Tag kann man bei angenehmen Tempe- raturen das ganze Jahr über von der warmen Küste hinauf in den milden gebirgiegen Norden der Insel fahren und durchquert dabei Täler und subtropische Wälder oder gelangt bis zum Gipfel im Zentrum der Insel, wo gelegentlich auch Schnee fällt und man die Sonne nicht missen muss. Der Passatwind, die Meeresstöme und das Inselrelief haben nur wenige Kilometer von der Sahara entfernt einzigartige Gegeben- heiten geschaffen.

Die Durchschnittstemperatur auf Gran Canaria beträgt 22ºC. Die Wassertemperatur liegt zwischen 18ºC in den Wintermonaten und 22ºC in den übrigen Monaten des Jahres.